Willkommen

Der Heimat- und Verkehrsverein St. Aldegund e.V.  

ist aus dem am 28. Juni 1970 gegründeten

- Heimatverein e. V. - hervorgegangen.

 

Satzungsgemäß verfolgt er die Pflege und Erhaltung unserer schönen Heimat sowie die Förderung des Fremdenverkehrs.

Der HVV St. Aldegund e.V. hat über 100 Mitglieder.

Aktivitäten des HVV sind zum Beispiel:

• Dorfführungen aus historischer Sicht

• Wanderungen über den Kulturweg

• kulturelle Veranstaltungen

• Arbeitseinsätze zur Pflege und Erhaltung von fremdenverkehrsrelevanten Einrichtungen.

Das Wappen der Gemeinde St. Aldegund

Wappen von St. AldegundDas schlichte Wappen zeigt auf gelbem Grund die stilisierte Darstellung der heiligen Aldegundis mit Äbtissinnen-Stab und dem Buch mit den Klosterregeln, darunter ein kleineres Wappen mit rotem Kreuz auf weißem Grund, dem Trierer "Sankt-Georgs-Kreuz".
 

Aldegundis ...

... ist Namensgeberin des 1097 erstmals urkundlich als Sanctam Aldegundam erwähnten Ortes St. Aldegund. Sie stammte aus dem merowingischen Königshaus und wurde um 630 als zweite Tochter von Waldebertus I. und seiner Frau Bertilla geboren.
Mit ihren Eltern und ihrer später ebenfalls heilig gesprochenen Schwester Waldetrudis lebte sie auf Schloss Cousolre im Hennegau.
Nach dem Tod ihrer Eltern verwendete Aldegundis ihr Erbe um 661 im damaligen Malbodium das Doppelkloster Maubeuge zu gründen. Dabei folgte sie dem Vorbild ihrer Schwester, die zuvor ein Benediktinerinnenkloster im heutigen Mons gründete.
Die Heilige wird in der katholischen Kirche als Nothelferin bei schwerer Krankheit und Todesgefahr angerufen.

 

Das rote Kreuz auf weißem Grund ...

... erscheint 1273 im Rücksiegel von Erzbischof Heinrich II. Es ist das Wappen des Erzbistums und Kurfürstentums Trier und ist um 1275 in dem französischen Wappenbuch Armorial Wijnbergen verzeichnet. Durch die Kurtrierische Landesherrschaft bis 1803 verbreitete sich das Trierer Kreuz über das Kurtrierer Territorium und ist daher in vielen Kommunalwappen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu finden.
Es wurde auch bei der Gestaltung der Landeswappen von Rheinland-Pfalz und des Saarlandes mit einbezogen.

Wie St. Aldegund zu seinem Namen kam

Obwohl es nicht durch Urkunden nachzuweisen ist, führt der Ortsname „St. Aldegund“ unweigerlich zur heiligen Aldegundis.

St. Aldegundis wurde um 630, wie schon in der Beschreibung des St. Aldegunder Wappens ausgeführt, geboren. Sie kann ihre Eltern überzeugen dass sie ihr Leben Gott widmen möchte und gründet mit ihrem "Erbe"  ein Kloster in der Wildnis der Sambre, heute die belgische Stadt Maubeuge.

Eine Verwandte von Aldegundis, Adela, gründete das Stift Pfalzel bei Trier das wiederum Landbesitz im damals noch „namenlosen“ St. Aldegund hatte. Auf diesem Wege entstand eine Verehrung der hl. Aldegundis, die nach ihrem Tod 684 n. Chr. durch Bischof Hubert von Lüttich 722 n. Chr. in den Stand der Heiligkeit erhobenen wurde, auch in dem Ort an der Mosel.

Es wird davon ausgegangen dass am Ort der heutigen „Alten Kirche“, die auf einem keltischen Kultplatz entstanden ist, auch ein Bildstock, eine Kapelle oder eine Klause stand in der die hl. Aldegundis verehrt wurde.

Als um die Zeit Karls des Großen (747 - 814) die vielen kleinen Wohnstätten Namen erhielten lag es daher nahe, dem Ort an der mittleren Mosel den Namen „St. Aldegund“ zu geben.

In der ältesten Urkunde vom Jahr 1097 bestätigt Probst Poppo dem St. Simeonstift in Trier Weinbergsbesitz „apud Sanctam Aldegundam“.

Mit den sprachlichen Veränderungen änderte sich auch der Name unseres Dorfes: 1360 – Sente Aldegunt, 1476 – Sant Aldegunde, 1521 – als Glockeninschrift Sant Dalgan, 1531 – St. Deilgundt, 1692 S. Aldiunt. , 1765 – Dalgond.  Während der französischen Besatzung in den 1690er Jahren wurde das „Sankt“ von den Franzosen gestrichen  und – sicher nur vorübergehend – unser Dorf „Dalgond“ genannt was für französische Zungen leichter auszusprechen war.

Unter der preußischen Regierung ab 1815 hieß der Ort wieder „Aldegund“ – aber ohne „Sankt“.

1951 stelle die Gemeinde „Aldegund“ an die rheinland-pfälzische Landesregierung den Antrag, dem Dorf wieder den historischen Namen „St. Aldegund“ geben zu dürfen. Diesem Antrag wurde mit Beschluss der Landesregierung vom 16. Mai 1951 statt gegeben.

 
Obwohl aus Gründen der Lesbarkeit in denTexten aller Seiten die männliche Form gewählt wurde, beziehen sich die Angaben immer auf Angehörige beider Geschlechter.